PIKO 59941 - Diesellokomotive Baureihe 119 der DR

PIKO 59941. Diesellokomotive Baureihe 119 der DR.
Diesellokomtive Baureihe 119 der DR, Epoche IV. Modell einer Diesellokomotive der Baureihe... mehr

Diesellokomtive Baureihe 119 der DR, Epoche IV.

Modell einer Diesellokomotive der Baureihe 119 der DR, Epoche IV, mit realistisch ausgeblichener Farbgebung und Flicken. Ausführung mit gesickten Batteriekästen und runden Puffern.
Feinste Lackierung und Bedruckung, Metalldruckgussrahmen. Antrieb über leistungsstarken Motor mit zwei Schwungmasse. Digitalschnittstelle nach NEM 652 zur Aufnahme eines Decoders. Sound nachrüstbar mit Decoder 56126 und Soundmodul 56347.

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Verfügbare Downloads:
Bahngesellschaft: DR
Bahnland: Deutschland
Epoche: IV
Stromsystem: DC
Digital Decoder: nein
Spur/Baugröße: H0
Spurbreite (mm): 16,5
Schnittstelle: NEM 652
Motor: 5-polig
Sound: nein, nachrüstbar
Schwungmasse: ja, 2
Haftreifen: 2
KK-Kinematik: ja
Kupplungsaufnahme: NEM 362
Inneneinrichtung: Führerstand
LED Spitzenlicht: ja
Spitzenlicht: 3x weiß vorne, 2x rot hinten, fahrtrichtungsabhängig
LüP (mm): 224
Mindestradius (mm): 358
Produktlinie: PIKO Expert
Die Baureihe 119 der Deutschen Reichsbahn entspricht in der Grundkonzeption einer... mehr

119_Brutzer

Die Baureihe 119 der Deutschen Reichsbahn entspricht in der Grundkonzeption einer Weiterentwicklung der erfolgreichen DR-Baureihe 118. Die DR benötigte ab Ende der 1970er Jahre Lokomotiven mit elektrischer Zugheizung, einer Achsfahrmasse von unter 16 Tonnen und einer Leistung von über 2000PS.

Die Wirtschaft der DDR durfte nach den RGW-Beschlüssen keine Dieselloks mit mehr als 1500PS bauen. Die Lokomotivbauer in der UdSSR konnten nur schwere Maschinen (Baureihen 130–132 und 142) liefern. Der einzige Hersteller, der bereit war, auch das Baukastenprinzip zu übernehmen, war die Lokomotivfabrik »23. August« in Bukarest. Der rumänische Hersteller erklärte sich auch bereit, Dieselmotoren aus DDR-Produktion einzubauen. Zum Einbau dieser Motoren kam es beim Hersteller nicht, da es Koordinierungsprobleme in der staatlichen Plankommission der DDR gab. Um den Auftrag erfüllen zu können, baute die Bukarester Fabrik Lizenz-Motoren des westdeutschen Herstellers MTU ein. Weitere Länder des RGW erhielten Zulieferaufgaben. Aus der Produktion der DDR wurden u.a. Strömungs- und Achsgetriebe geliefert. Die Baumusterlokomotive 119 001 war im Sommer 1976 fertiggestellt, allerdings fehlte noch der Heizgenerator. Schon die Versuchsfahrten waren nicht befriedigend. Im Januar 1977 traf die Lok zu weiteren Probefahrten in Halle ein, im Oktober wurde die 119 002 als erste Lokomotive der Baureihe abgenommen. Die Nullserie 119 003 bis 025 hatte die gleichen Probleme wie die ersten Lokomotiven. 

Insgesamt wurden von der Deutschen Reichsbahn 200 Lokomotiven von 1976 bis 1985 beschafft. Der Betrieb der Maschinen war von Anfang an von Unzulänglichkeiten und Problemen gekennzeichnet. In der Anfangszeit standen 50 % der Fahrzeuge zu Reparaturen in den Werkstätten. 

Bereits vor der Indienststellung der einzelnen Triebfahrzeuge bei der Deutschen Reichsbahn erfolgten (hauptsächlich im Bahnbetriebswerk Dresden-Friedrichstadt) zahlreiche Umbau- und Wartungsarbeiten – die „Germanisierung“ bzw. „Eindeutschung“, wie das Wartungspersonal sie nannten, weil in Rumänien gefertigte Bauteile durch solche aus DDR-Fertigung mit besserer Qualität ersetzt wurden. Problematisch war besonders die teilweise inakzeptable Qualität der bezogenen Lokomotiven, die – genau genommen – erst ab Nummer 028 als „in Serie gefertigt“ bezeichnet werden können. Die hohe Störanfälligkeit führte schnell zu Ersatzteilproblemen. Diese versuchte man nach dem Prinzip „aus zwei mach eins“ zu verringern. Das Konstruktionsprinzip mit zwei relativ selbständigen Antriebseinheiten bot da für DDR-Verhältnisse eine annehmbare Gelegenheit. Wenn beispielsweise ein zweites Triebfahrzeug mit Motorschaden in die Werkstatt kam, wurden häufig die Motoren so getauscht, dass man ein Triebfahrzeug wieder fahrfähig bekam und es „bereitmelden“ konnte. Dadurch entstanden unfreiwillige „Ersatzteilspender“. Solche Triebfahrzeuge bekamen teilweise zeitlich vorgezogene höhere Instandsetzungsstufen. Die beiden abweichenden Baumusterlokomotiven 119 001 und 002 wurden schon in den 1980ern ausgemustert und zerlegt. 

In der Vertragsgestaltung hatte die Deutsche Reichsbahn die Austauschbarkeit der in Lizenz gebauten Mercedes-Benz-Motoren – Typ M 820 SR – durch 12KVD-Motoren aus DDR-Produktion gefordert. Dies ermöglichte einen umfangreichen Umbau der Triebfahrzeuge, bei denen außer den Dieselmotoren – eingebaut wurden 12KVD21-AL4 mit 900kW (1225PS) – auch die Achsaufhängungen und andere störanfällige Komponenten gegen Bauteile aus eigener Produktion ausgetauscht wurden. Damit verringerten sich auch die Ausfälle. Trotzdem waren meist 20 bis 30 Prozent der Fahrzeuge in Reparatur. Der hohe Schadbestand dieser Baureihe sorgte schnell dafür, dass die Fahrzeuge als U-Boot (wegen der runden Maschinenraumfenster und weil sie so oft in den Werkstätten abtauchte) oder gar verspottend als Karpatenschreck und Ceaușescus Rache bezeichnet wurden. Mit einer Nennleistung von 2700PS waren sie die stärksten Maschinen der DR, die ohne weiteres auf Nebenstrecken eingesetzt werden konnten, da ihre maximale Achslast nur 16t betrug. 

Der ursprüngliche Plan, mit modernen Komponenten der 119 die alten 118 der DR zu modernisieren und am Leben zu erhalten, misslang. Im Gegenteil: die Loks der Baureihe 119 wurden mit Ersatzteilen für die Baureihe 118 erst einsatztauglich gemacht. 

Anfang der 1990er Jahre wurden erneut alle Motoren gegen die neueste Version 12KVD21-AL5 mit 1100kW (1500PS) getauscht und auch die Getriebe angepasst, sodass nunmehr dauerhaft eine Traktionsleistung von 1800kW (2400PS) zur Verfügung stand. 

Quelle: Wikipedia

 

Artikelnummer: 59941 / UVP: 114,99 €*
EAN: 4015615599418

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